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Klassische Musik und Oper von Classissima

Maria Callas

Samstag 3. Dezember 2016


Crescendo

22. November

Elīna Garanča: „Alles sehr gut“ - Elīna Garanča

CrescendoMit 40 Jahren, zwei Kindern und Engagements an den größten Opern- und Konzerthäusern der Welt steht kaum eine Sängerin besser da als Elīna Garanča. Ein Gespräch über das Leben und ihre Mutter und Lehrerin, die leider im vergangenen Jahr verstarb. crescendo: Frau Garanča, unlängst wurden Sie 40. „Mit 20 regiert der Wille“, sagt Amerikas Gründervater Benjamin Franklin … Elīna Garanča: Das stimmt! „… mit 30 der Verstand …“ EG: … Na ja! „… und mit 40 das Urteilsvermögen.“ EG: (lacht) Hoffentlich! Mit meiner Mutter, die vor einem Jahr starb, sprachen wir viel über den Sinn des Lebens. Ich sagte ihr, ich steuere auf die 40 und bald auch auf die 50 zu, die für eine Sängerin vielleicht nicht mehr so toll sind. Sie sagte nur: Das Beste kommt noch. Irgendwie hatte sie Recht. Ich bin jetzt 20 Jahre auf der Bühne und kann das Leben viel mehr genießen. Früher musste ich mir und den Leuten, die mir vertraut haben, etwas beweisen. Inzwischen bin ich gelassener. Die Kinder sind da, mein Mann, meine Laufbahn. Wir führen ein privilegiertes Leben, der Preis ist allerdings hoch, das Leben ist oft anstrengend. Aber wir sind die Herren unseres Lebens. Etwas philosophischer geht es bei August Strindberg zu: „Wenn man 20 ist, hat man das Welträtsel gelöst; mit 30 fängt man an, darüber nachzudenken, und mit 40 findet man es unlösbar.“ EG: Oh! (lacht) Ja, das liegt daran, dass man als junger Mensch unbedingt manches verändern will, dann aber feststellt, dass es nicht geht. Man muss wohl auch zu akzeptieren lernen, dass bestimmte Dinge auch ohne einen weitergehen, dass man nicht unersetzbar ist. Das begreift man erst später. Ich bin sehr froh mit dem, was ich erreicht habe. Obwohl Ihre Mutter, die Mezzosopranistin und Gesangspädagogin Anita Garanča, zunächst nicht an Ihre Opernkarriere glaubte. „Du hast deine Stimme verraucht“, soll sie zu Ihnen gesagt haben … EG: (lacht) Als sie das sagte, war eine Karriere jedenfalls zu Ende: meine Raucherkarriere. Meine Mutter war besorgt, sie wusste, wie viele Jahre es brauchte, bis man die Stimme im Griff hat. Es sind ja nicht nur der Applaus und das schöne Kleid. Sondern tatsächlich harte Arbeit. Meine Eltern wollten eigentlich, dass ich Kulturattachée werde. Dabei hatte meine Mutter früh darauf geachtet, dass wir mit ihrer Welt zusammenkamen. Von Kindesbeinen an war ich im Theater, mit sechs Jahren bin ich in einem Bühnenmärchen als Prinzessin aufgetreten, später kamen Auftritte in Musicals dazu. Einen Teil Ihrer Kindheit verbrachten Sie auch auf dem Bauernhof Ihrer Großmutter. Dort haben Sie den Kühen auf der Wiese kleine Lieder vorgesungen. Wie war die Reaktion? EG: (lacht) Es heißt ja, Kühe geben bei der Musik von Mozart mehr Milch. Ich weiß nicht, ob sie das bei mir taten, (lacht) obwohl Freundinnen von mir sagen, ich sei „die beste singende Melkerin und die beste melkende Sängerin“. Fakt war: Ich brauchte einfach Publikum, schon als kleines Mädchen. Kühe scheinen Ihr Schicksal zu bestimmen: Mit 17 wollten Sie auch Schauspielerin werden. Bei der Aufnahmeprüfung sollten Sie unter anderem eine Kuh auf der Wiese darstellen. EG: (lacht) Und bin durchgefallen! Ich musste also Sängerin werden. Dass es so hart werden wird, hätte ich nicht gedacht. Ich habe mal ein Konzert mit 39,4 Grad Fieber durchgestanden. Die Menschen sollen wissen, wie sehr dieser Beruf einen auch körperlich in Anspruch nimmt. Technisches Können, Disziplin und Kontrolle sind unabdingbar für die Interpretation. Vieles muss erarbeitet werden; die Stimme darf nicht überstrapaziert werden, denn sie ist mein einziges Kapital. Ein weinender Schauspieler ist nicht immer einer, der das Publikum zum Weinen bringt. Es geht nicht darum, dass die Leute mit mir persönlich mitleiden, sondern mit meiner Figur. Die muss ich spielen und das kann ich nur, wenn ich die Kontrolle über meine eigenen Gefühle habe. Deshalb muss man so viel arbeiten. Ich darf mich auch nicht von Stimmungen hinreißen lassen. Das würde mich früher oder später verbrennen. Dann habe ich irgendwann keine Stimme mehr beziehungsweise kann andere Rollen nicht mehr singen. „Ein bisserl oben, ein bisserl in der Mitte und ein bisserl unten“, beschrieb Christa Ludwig Ihre Stimme. EG: (lacht) Ich bin froh, dass ich nicht ständig mit einer Sopranistin aus der Vergangenheit verglichen werde. Das kann ziemlichen Druck ausüben. Historische Mezzos gibt es kaum. Eine Primadonna wird lediglich auf die zehn größten Partien reduziert und mit der Callas oder Tebaldi verglichen. Wir aber haben ein sehr breites Repertoire, von den Hosenrollen bis hin zum lyrischen französischen Repertoire und den dramatischen Wagner-Partien. Hatte die Stimmfarbe Ihrer Mutter eigentlich Ähnlichkeit mit Ihrer? EG: Am Anfang nur die Sprechstimme. Am Telefon hat man uns oft verwechselt, die Jungs haben sie zu Dates eingeladen und bei mir haben Kollegen der Akademie über die Studenten geschimpft. (lacht) Ich habe dann eine Minute zugehört und gesagt: „Wissen Sie, meine Mutter ist nicht zu Hause.“ Dafür kam meine Mutter an und fragte mich: „Ah, mit dem also triffst du dich!“ (lacht) Irgendwann habe ich das Repertoire gewechselt, sie war ja mehr eine Lied-Interpretin. Nach meinen zwei Geburten hat sich meine Stimme verändert. Ich höre mich ähnlich wie meine Mutter phrasieren. Mein Vater sagt, dass er meine CD mit lettischen Komponisten nicht anhören kann, weil sie ihn zu sehr an meine Mutter erinnert. Mit der Aussage, Sie bekämen nur „Hebammen-Rollen“ in Lettland, packten Sie 1999 einen 40 Kilo schweren Koffer und setzten sich in Riga in den Bus in Richtung Meiningen, wo Sie an der Oper einen Vertrag hatten. Hätte Ihre Mutter unter anderen politischen Umständen in Lettland Karriere machen können? EG: Es war eine andere Generation, die ihr Leben geschlossen hinter dem Eisernen Vorhang führte. Meine Mutter ist zwar viel verreist und wurde bejubelt. Aber sie war kein Wanderer, sie wollte immer wieder nach Hause. Ich bin gerne unterwegs, ich mache mir überall ein Zuhause. Als Künstlerin hätte sie mit ihrer Begabung und ihrer Stimme durchaus Karriere machen können, aber sie war nicht hart genug für dieses Leben, das oft sehr einsam ist. Dazu kam eine Knochentuberkulose, die ihr sämtliche Schleimhäute ruinierte. So musste sie eine Gesangslaufbahn aufgeben. Als Pädagogin aber wurde sie sehr glücklich. Auf Ihren ersten Meininger Honorarscheck waren Sie so stolz, dass Sie ihn eingerahmt in Ihrer Wohnung aufgehängt haben. EG: (lacht) Ach, ich war ein Mädchen vom Lande. Ich konnte kein Deutsch und wusste nicht, was ein Scheck ist, ich habe Deutsch in den Trash-Daily-Talks der 90er von Arabella Kiesbauer und Bärbel Schäfer gelernt. Mich hat erstaunt, wie offen Sie über Gagen reden. Warum machen viele Künstler ein Geheimnis daraus? EG: Alle stehen im Wettbewerb, es geht um Status, jedes Haus hat seine Gagenstruktur. Die Agenten wollen diesen Wettbewerb nicht öffentlich diskutieren. Es sollen kein Neid, keine Begehrlichkeiten geweckt werden oder Diskussionen in der Art, warum bekommt „sie“ mehr, „wir singen doch das gleiche Repertoire“ – „du hast aber vielleicht nicht die gleiche Persönlichkeit“ etc. Meine persönliche Interviewerfahrung: Künstler, die hinter dem Eisernen Vorhang aufgewachsen sind, kommen mir direkter und weniger verstellt vor als solche aus dem Westen, die oft politisch korrekt und darauf bedacht sind, nicht das „Falsche“ zu sagen. EG: Ich glaube, das liegt daran, weil wir hier „Ausländer“ sind. Wir leben zwar teilweise hier, kommen aber nicht von hier und haben als „Ausländer“ einen Exoten-Bonus, dürfen eine andere Meinung haben. In unserem Land würden wir anders sprechen. Im Kommunismus musste man ja auch aufpassen … EG: Meine Generation hatte das große Glück, dass sie nicht mehr die Probleme eines Kurt Masur oder Mariss Jansons hatte. Mein Leben konnte ich in der freien Welt aufbauen. In Ihrer Biografie betonen Sie, wie wichtig es für einen Künstler ist, Nein zu sagen. EG: Unbedingt. Das habe ich schon zu Beginn meiner Laufbahn gemacht. Dem sehr mächtigen Opernimpresario der Wiener Staatsoper, Ioan Holender, sagte ich den ersten Vorstellungstermin ab, weil ich das Gefühl hatte, dass meine Stimme nicht in Topform war. Auch sein Angebot, die Charlotte (Massenet Werther) zu singen, nahm ich zunächst nicht an, weil ich zu dem Zeitpunkt noch Ensemblemitglied in Frankfurt war und Perfektionistin bin. Ich fühlte mich noch nicht so sicher. Die Wiener Staatsoper ist schließlich ein berühmtes Opernhaus. Die Wiener Kritiker und das Publikum sind nicht einfach. Angebote kommen ständig, aber man muss sich darüber im Klaren sein, was man kann, welche Grenzen man hat und wie viel man der eigenen Stimme zumuten kann. Warum fällt es vielen Ihrer Kollegen so schwer, Nein zu sagen? EG: Weil sie nicht die Selbstsicherheit haben, die Stärke, die Reaktion auf eben dieses Nein zu akzeptieren oder zu ertragen. Ich kenne viele, die sich beklagen, ihr Agent treibe sie in eine Richtung, die sie eigentlich nicht wollten. Ich sage meinen Agenten, was ich will und wozu ich mich imstande fühle. Man muss König seines Lebens sein. Viele entscheiden über dein Leben, ohne die Konsequenzen zu bedenken, die eine „falsche“ Rolle für einen Sänger, der stimmlich darauf nicht vorbereitet ist, haben kann. Hat Ihnen dieses offensive Nein je geschadet? EG: Geschadet hat es mir nie. Und wenn, dann habe ich das ja nicht mitbekommen. (lacht) Vielleicht hat mancher über mich gelästert, meine Karriere hat dies nicht beeinflusst. Ich hatte kritische Eltern, die mir beibrachten, selbstkritisch zu sein. Von 50 Aufführungen sind nur wenige wirklich gut. In Paris werden Sie bald erstmals die Santuzza aus Mascagnis Cavalleria rusticana singen. Eine Kostprobe geben Sie auf Ihrer neuen CD „Revive“. EG: Ich bin jetzt 40 geworden, meine Mutter ist gerade verstorben. Ich kann diese Verismo-Partie und andere dramatische Partien wesentlich freier angehen. Verstehen Sie mich nicht falsch. Natürlich vermisse ich meine Mutter täglich, würde ihr so viel erzählen, aber sie war eine sehr starke Persönlichkeit. Ihre Kritik war für meinen Werdegang als Sängerin sehr wichtig, hat mich aber auch eingeschränkt. „Die ersten 40 Jahre unseres Lebens liefern den Text“, schreibt Arthur Schopenhauer, „die folgenden 30 den Kommentar dazu“. EG: (lacht laut) Dann wird es noch einige Interviews geben! Teresa Pieschacón Raphael ELĪNA GARANČA LIVE 01.02.2017: Berlin, Philharmonie 03.02.2017: Baden-Baden, Festspielhaus 05.02.2017: München, Gasteig 08.02.2017: Frankfurt, Alte Oper 14.02.2017: Düsseldorf, Tonhalle „Revive“ Elīna Garanča, Orquestra de la Comunitat Valenciana, Roberto Abbado (DG)

Crescendo

18. Oktober

„Lernen Sie Deutsch!“ - Gesellschaft

Erst Köln, dann Schwarzenberg – und irgendwann nervt es nur noch. Warum die dumm-deutschnationalen-Zwischenrufer längst auch in bürgerlichen Konzerthäusern pöbeln. Zugegeben, es ist ziemlich einfach, einen Idioten einen Idioten zu nennen. Und Idioten waren die beiden Zuschauer, die – zunächst in der Philharmonie in Köln, einige Monate später bei der Schubertiade im österreichischen Schwarzenberg – aus dem Zuschauersaal die Künstler Mehan Esfahani und Ian Bostridge angepöbelt haben, indem sie grölten, dass sie deutsch sprechen, beziehungsweise Deutsch lernen sollten. Idioten, weil sie zum einen gegen die Konventionen eines Konzertes verstießen – in das man normalerweise geht, um zuzuhören und nicht, um gehört zu werden – und, klar, weil Sätze wie „Sprechen Sie deutsch!“ oder „Lernen Sie Deutsch!“ gerade in dieser Zeit allerhand Beklemmungen auslösen. Deutschnationale Zwischen-Brüller sind in einem Konzertbetrieb, in dem das Internationale gang und gäbe ist, ungefähr so fehl am Platz wie Tofu-Burger oder rote Nelken auf einer Nazi-Demo. Aber unsere Wut und Entrüstung über derartige Zwischenfälle, unsere öffentliche Brandmarkung der Störer als Idioten ist nur ein Teil der Geschichte. Der FAZ-Redakteur Patrick Bahners (er war in Schwarzenberg zugegen) hat in seinem sehr lesenswerten Bericht des Abends eine wesentliche Frage aufgeworfen. Ihn hat nicht nur der Störer irritiert, er war auch von seinem eigenen Verhalten erschrocken. Ein ganzes Auditorium verfiel nach dem Zwischenruf in Schockstarre, danach gab es Buhs für den Zwischenrufer, schließlich Applaus für Bostridge. Aber niemand der Anwesenden erhob seine Stimme, niemand rief „Entschuldigung!“, niemand „Gehen Sie doch, wenn es Ihnen nicht gefällt!“, niemand antwortete: „Ich würde das Konzert gern ungestört hören!“ Es war der Sänger selbst, der den Zwischenrufer nach dem Konzert stellte und ihn bat, sich auf der Bühne zu erklären – was dieser natürlich weder wollte noch konnte. Und, ja, Patrick Bahners wirft eine durchaus legitime Frage auf: Warum, verdammt, schweigt die Masse – auch im vermeintlich so aufgeklärten Umfeld der Klassik? Eine andere wesentliche Frage ist, wie es überhaupt kommt, dass sich derartige Zwischenfälle häufen. Dass Konzerthallen für Künstler keine Schutzräume mehr darstellen, sondern dass sie sich zu vorchristlichen Arenen verwandeln, in denen der Mob sich die Freiheit nimmt, die Kultur durch nationale Pöbeleien zu unterwandern. Und mehr noch: dass der Einzelne inzwischen wieder Mut findet, in der öffentlichen Masse Dinge zu tun, die noch vor drei oder vier Jahren unvorstellbar gewesen wären – da sie sich einfach nicht gehörten. Betrachtet man die beiden Konzerte in Köln und Schwarzenberg unter diesem Aspekt, hilft es vielleicht, zu verstehen, dass Strömungen wie Pegida oder eine Partei wie die AfD längst nicht mehr in den Extremen unserer Gesellschaft zu Hause sind, sondern selbstverständlich in die so genannte bürgerliche Mitte (für die klassische Musik und Theater stets wesentliche Identifikationspunkte waren) gerückt sind: „Sprechen Sie deutsch!“, „Lernen Sie Deutsch!“, ja, warum nicht gleich: „Deutsches Liedgut den Deutschen!“ Das sind keine Slogans mehr, die vom rechten Rand in unsere Mitte donnern, sondern sie zünden heute – ganz selbstverständlich – bereits mitten in unserer Kulturlandschaft, also an jenem Ort, den wir eigentlich für besonders „kultiviert“ halten. Es sind die Biedermeier, die wieder Lust am Brandstiften haben. Und dabei sabotieren sie ausgerechnet die Grenzen des Biederen. Letztlich ist der Ruf „Lernen Sie Deutsch!“ in einem Konzert nichts anderes als der Schießbefehl-Schwachsinn einer Beatrix von Storch auf Facebook: ein ideologischer Amoklauf, der von einer schweigenden Masse verdutzt ausgehalten wird und gleichsam heimlich viele Anhänger findet – und der für den größtmöglichen medialen Rummel sorgt, den Worte auslösen können (diese Kolumne ist dummerweise ein weiterer Beweis dafür). Ja, es würde mich nicht wundern, wenn diese Leute am Ende noch behaupteten, dass Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik Schuld an ihrem Verhalten seien. Die Wahrheit ist allerdings, dass man für die eigene Ungehörigkeit nur einen verantwortlich machen kann: den Ungehörigen selbst! Die Hemmschwellen der Bürgerlichkeit sind längst gefallen. Dass in Deutschland und in Österreich wieder ein Klima herrscht, in dem man „so etwas doch wohl mal sagen darf“ (nicht nur am Kellerstammtisch, sondern auch aus dem Dunklen eines Konzerthauses heraus), ist erstaunlich. So hehr und gutmenschlich wir die Kultur noch immer gern sehen, so klar wird, dass auch hier inzwischen die Abgestumpftheit eingezogen ist, die in sozialen Netzwerken Alltag ist. Und mehr noch: Es sind keine Trolle, die uns hier mit ihrem anonymen Gebrülle auf den Senkel gehen, keine Tastenwichser die sich die Nacht mit einem Dosenbier, allerhand angestautem Frust und ollen Feinrippunterhosen vor dem Computer um die Ohren hauen, sondern greifbare, echte Menschen in Anzug und Krawatte. In Schwarzenberg war es ein etwa 70-jähriger Herr, der Patrick Bahners bereits an der Garderobe aufgefallen war, wo er sich lautstark über die Interpretation von Matthias Goerne echauffierte. Einer, der offensichtlich glaubt, dass die Welt etwas verpasst, wenn sie seine Meinung nicht hört. Ich frage mich, was Menschen treibt, sich derart asozial gegenüber dem Künstler und dem restlichen Publikum zu verhalten. Und mir fällt nur eines ein: abgründiger Frust! Und dieser Frust muss so groß sein, dass er hilft, natürliche Hemmschwellen zu überwinden. Wer im Konzerthaus schreit, ist zunächst einmal mutig. Er kann nicht erwarten, dass das Publikum schweigt und ihn gewähren lässt (das hat selbst Patrick Bahners erstaunt). Er muss damit rechnen, dass er selbst zum Objekt der Gegenwut wird. Was also bedrückt die Zwischenrufer so sehr, dass sie ihren Zwischenruf wagen? Ist es wirklich die Aussprache eines Ian Bostridge? Kaum vorstellbar. Schließlich gibt es nur wenige internationale Sänger, die sich intensiver mit der deutschen Sprache und dem deutschen Lied beschäftigen als er. Ist es der Frust, dass ein internationaler Künstler, so wie in Köln, ein Musikstück auf Englisch erklärt? Mit Sicherheit nicht, denn Englisch ist inzwischen nun wirklich eine Allerweltssprache, und selbst wenn man sie nicht versteht, wird man doch wohl einige Minuten „lost in translation“ aushalten. Ist es die grundsätzliche Frage nach künstlerischer Interpretation? Mit Verlaub, aber wer Mario Del Monaco die „Wälsungenrufe“ aus Wagners Walküre hat singen hören, wer Maria Callas als Isolde gehört hat, wird sich kaum über Bostridges Schumann echauffieren können. Und überhaupt: Ist es nicht gerade ein Verdienst, dass gerade die deutsche Romantik zum internationalen Repertoire gehört, das ganz selbstverständlich von Sängern aus der ganzen Welt gesungen wird und längst aus der deutschnationalen Ecke gerückt ist? Nein, es ist heute kein Skandal mehr, dass Anna Netrebko den Text der Elsa im Lohengrin gern als Hilfe auf dem Teleprompter im Orchestergraben hat – wen juckt das bei ihrer großartigen Interpretation? Und gerade bei Wagner, der einst den „welschen Tand“ gegen das Deutschtum ausspielte (nicht nur als Deutschnationaler, sondern auch als Demokrat auf den Barrikaden für Schwarz, Rot, Gold!), ist es doch angenehm, europäisch und modern, wenn nicht mehr jeder Konsonant gespuckt wird. Aber um all das, so vermute ich, scheint es hier gar nicht zu gehen. Der Zwischenrufer im Konzerthaus kalkuliert bewusst den öffentlichen Eklat. Und den haben die Idioten in Köln und Schwarzenberg auch bekommen: Zeitungsberichte, öffentliche Aufmerksamkeit, geballte Kritik der Kulturszene und und und … Ist es am Ende genau das, worum es eigentlich geht? Sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in unserer aktuellen politischen Debatte – und natürlich eben auch in den Konzerthäusern unseres Landes? Es gibt da draußen inzwischen viele Menschen, die sich ungehört fühlen. Die sich nicht vertreten fühlen. Und die in der aktuellen Stimmung die Möglichkeit spüren, mit geringem Aufwand ein gigantisches mediales Echo loszutreten. Die Formel dafür ist einfach: Man suche einen unverfänglichen Ort (Konzerthaus), schreie eine provokante Parole (irgendetwas mit Nation) und lasse geschehen, was geschieht. Es dauert nicht lange, bis dieser Vokal-Terrorismus Blüten treibt – mehr als 15 Minuten Ruhm sind garantiert. Patrick Bahners hat Recht: Es liegt an uns, ob wir das zulassen. Und vielleicht müssen wir, die Verblüfften, den Gegenprotest erst wieder üben, müssen erkennen, dass jene Orte, an denen wir einfach nur bei uns sein wollen, abtauchen wollen, in denen es uns um die Musik geht, am Ende eben doch schützenswerte, öffentliche Räume sind, die auf Menschen angewiesen sind, die aufstehen und ebenfalls ihre Stimmen erheben. Und, ja, wir müssen vielleicht erst wieder lernen, dass Dinge, die vor wenigen Jahren noch heilig waren – etwa unsere Kultureinrichtungen – heute ganz selbstverständlich von Idioten und Populisten entweiht und entwürdigt werden können. Dass das Zuhören, auf das wir uns im Konzert geeinigt haben, nur unser Ansatz ist, während es immer mehr Menschen gibt, denen es selbst in einer Aufführung darum geht, dass man ihnen zuhört (vielleicht weil sie genau das in ihrem Alltag vermissen). Nehmen wir die Zwischenrufe in Köln und Schwarzenberg zu wichtig? Vielleicht wäre es besser, sie zu verschweigen, die Debatte darüber gar nicht erst zuzulassen, dem Feuer der Empörung den Sauerstoff der Öffentlichkeit zu nehmen. Das aber wäre fahrlässig und ein Verrat des Publikums an den Künstlern, die es doch verehrt. Wohl gemerkt, über Ian Bostridges Aussprache und Liedinterpretation kann, darf und sollte man sich natürlich trotzdem streiten. Es wäre aber ein Fehler, schlechtes Benehmen als Streitkultur zu legitimieren. P.S.: Ach so, und trotz dieser vielen Worte. Es waren lediglich zwei Idioten, die sich in den letzten Monaten in unseren Konzerthäusern danebenbenommen haben. Beruhigend, dass die unendlich große Mehrheit noch immer kommt, um zuzuhören. Axel Brüggemann




Crescendo

18. Oktober

„Lernen Sie Deutsch!“

Erst Köln, dann Schwarzenberg – und irgendwann nervt es nur noch. Warum die dumm-deutschnationalen-Zwischenrufer längst auch in bürgerlichen Konzerthäusern pöbeln. Zugegeben, es ist ziemlich einfach, einen Idioten einen Idioten zu nennen. Und Idioten waren die beiden Zuschauer, die – zunächst in der Philharmonie in Köln, einige Monate später bei der Schubertiade im österreichischen Schwarzenberg – aus dem Zuschauersaal die Künstler Mehan Esfahani und Ian Bostridge angepöbelt haben, indem sie grölten, dass sie deutsch sprechen, beziehungsweise Deutsch lernen sollten. Idioten, weil sie zum einen gegen die Konventionen eines Konzertes verstießen – in das man normalerweise geht, um zuzuhören und nicht, um gehört zu werden – und, klar, weil Sätze wie „Sprechen Sie deutsch!“ oder „Lernen Sie Deutsch!“ gerade in dieser Zeit allerhand Beklemmungen auslösen. Deutschnationale Zwischen-Brüller sind in einem Konzertbetrieb, in dem das Internationale gang und gäbe ist, ungefähr so fehl am Platz wie Tofu-Burger oder rote Nelken auf einer Nazi-Demo. Aber unsere Wut und Entrüstung über derartige Zwischenfälle, unsere öffentliche Brandmarkung der Störer als Idioten ist nur ein Teil der Geschichte. Der FAZ-Redakteur Patrick Bahners (er war in Schwarzenberg zugegen) hat in seinem sehr lesenswerten Bericht des Abends eine wesentliche Frage aufgeworfen. Ihn hat nicht nur der Störer irritiert, er war auch von seinem eigenen Verhalten erschrocken. Ein ganzes Auditorium verfiel nach dem Zwischenruf in Schockstarre, danach gab es Buhs für den Zwischenrufer, schließlich Applaus für Bostridge. Aber niemand der Anwesenden erhob seine Stimme, niemand rief „Entschuldigung!“, niemand „Gehen Sie doch, wenn es Ihnen nicht gefällt!“, niemand antwortete: „Ich würde das Konzert gern ungestört hören!“ Es war der Sänger selbst, der den Zwischenrufer nach dem Konzert stellte und ihn bat, sich auf der Bühne zu erklären – was dieser natürlich weder wollte noch konnte. Und, ja, Patrick Bahners wirft eine durchaus legitime Frage auf: Warum, verdammt, schweigt die Masse – auch im vermeintlich so aufgeklärten Umfeld der Klassik? Eine andere wesentliche Frage ist, wie es überhaupt kommt, dass sich derartige Zwischenfälle häufen. Dass Konzerthallen für Künstler keine Schutzräume mehr darstellen, sondern dass sie sich zu vorchristlichen Arenen verwandeln, in denen der Mob sich die Freiheit nimmt, die Kultur durch nationale Pöbeleien zu unterwandern. Und mehr noch: dass der Einzelne inzwischen wieder Mut findet, in der öffentlichen Masse Dinge zu tun, die noch vor drei oder vier Jahren unvorstellbar gewesen wären – da sie sich einfach nicht gehörten. Betrachtet man die beiden Konzerte in Köln und Schwarzenberg unter diesem Aspekt, hilft es vielleicht, zu verstehen, dass Strömungen wie Pegida oder eine Partei wie die AfD längst nicht mehr in den Extremen unserer Gesellschaft zu Hause sind, sondern selbstverständlich in die so genannte bürgerliche Mitte (für die klassische Musik und Theater stets wesentliche Identifikationspunkte waren) gerückt sind: „Sprechen Sie deutsch!“, „Lernen Sie Deutsch!“, ja, warum nicht gleich: „Deutsches Liedgut den Deutschen!“ Das sind keine Slogans mehr, die vom rechten Rand in unsere Mitte donnern, sondern sie zünden heute – ganz selbstverständlich – bereits mitten in unserer Kulturlandschaft, also an jenem Ort, den wir eigentlich für besonders „kultiviert“ halten. Es sind die Biedermeier, die wieder Lust am Brandstiften haben. Und dabei sabotieren sie ausgerechnet die Grenzen des Biederen. Letztlich ist der Ruf „Lernen Sie Deutsch!“ in einem Konzert nichts anderes als der Schießbefehl-Schwachsinn einer Beatrix von Storch auf Facebook: ein ideologischer Amoklauf, der von einer schweigenden Masse verdutzt ausgehalten wird und gleichsam heimlich viele Anhänger findet – und der für den größtmöglichen medialen Rummel sorgt, den Worte auslösen können (diese Kolumne ist dummerweise ein weiterer Beweis dafür). Ja, es würde mich nicht wundern, wenn diese Leute am Ende noch behaupteten, dass Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik Schuld an ihrem Verhalten seien. Die Wahrheit ist allerdings, dass man für die eigene Ungehörigkeit nur einen verantwortlich machen kann: den Ungehörigen selbst! Die Hemmschwellen der Bürgerlichkeit sind längst gefallen. Dass in Deutschland und in Österreich wieder ein Klima herrscht, in dem man „so etwas doch wohl mal sagen darf “ (nicht nur am Kellerstammtisch, sondern auch aus dem Dunklen eines Konzerthauses heraus), ist erstaunlich. So hehr und gutmenschlich wir die Kultur noch immer gern sehen, so klar wird, dass auch hier inzwischen die Abgestumpftheit eingezogen ist, die in sozialen Netzwerken Alltag ist. Und mehr noch: Es sind keine Trolle, die uns hier mit ihrem anonymen Gebrülle auf den Senkel gehen, keine Tastenwichser die sich die Nacht mit einem Dosenbier, allerhand angestautem Frust und ollen Feinrippunterhosen vor dem Computer um die Ohren hauen, sondern greifbare, echte Menschen in Anzug und Krawatte. In Schwarzenberg war es ein etwa 70-jähriger Herr, der Patrick Bahners bereits an der Garderobe aufgefallen war, wo er sich lautstark über die Interpretation von Matthias Goerne echauffierte. Einer, der offensichtlich glaubt, dass die Welt etwas verpasst, wenn sie seine Meinung nicht hört. Ich frage mich, was Menschen treibt, sich derart asozial gegenüber dem Künstler und dem restlichen Publikum zu verhalten. Und mir fällt nur eines ein: abgründiger Frust! Und dieser Frust muss so groß sein, dass er hilft, natürliche Hemmschwellen zu überwinden. Wer im Konzerthaus schreit, ist zunächst einmal mutig. Er kann nicht erwarten, dass das Publikum schweigt und ihn gewähren lässt (das hat selbst Patrick Bahners erstaunt). Er muss damit rechnen, dass er selbst zum Objekt der Gegenwut wird. Was also bedrückt die Zwischenrufer so sehr, dass sie ihren Zwischenruf wagen? Ist es wirklich die Aussprache eines Ian Bostridge? Kaum vorstellbar. Schließlich gibt es nur wenige internationale Sänger, die sich intensiver mit der deutschen Sprache und dem deutschen Lied beschäftigen als er. Ist es der Frust, dass ein internationaler Künstler, so wie in Köln, ein Musikstück auf Englisch erklärt? Mit Sicherheit nicht, denn Englisch ist inzwischen nun wirklich eine Allerweltssprache, und selbst wenn man sie nicht versteht, wird man doch wohl einige Minuten „lost in translation“ aushalten. Ist es die grundsätzliche Frage nach künstlerischer Interpretation? Mit Verlaub, aber wer Mario Del Monaco die „Wälsungenrufe“ aus Wagners Walküre hat singen hören, wer Maria Callas als Isolde gehört hat, wird sich kaum über Bostridges Schumann echauffieren können. Und überhaupt: Ist es nicht gerade ein Verdienst, dass gerade die deutsche Romantik zum internationalen Repertoire gehört, das ganz selbstverständlich von Sängern aus der ganzen Welt gesungen wird und längst aus der deutschnationalen Ecke gerückt ist? Nein, es ist heute kein Skandal mehr, dass Anna Netrebko den Text der Elsa im Lohengrin gern als Hilfe auf dem Teleprompter im Orchestergraben hat – wen juckt das bei ihrer großartigen Interpretation? Und gerade bei Wagner, der einst den „welschen Tand“ gegen das Deutschtum ausspielte (nicht nur als Deutschnationaler, sondern auch als Demokrat auf den Barrikaden für Schwarz, Rot, Gold!), ist es doch angenehm, europäisch und modern, wenn nicht mehr jeder Konsonant gespuckt wird. Aber um all das, so vermute ich, scheint es hier gar nicht zu gehen. Der Zwischenrufer im Konzerthaus kalkuliert bewusst den öffentlichen Eklat. Und den haben die Idioten in Köln und Schwarzenberg auch bekommen: Zeitungsberichte, öffentliche Aufmerksamkeit, geballte Kritik der Kulturszene und und und … Ist es am Ende genau das, worum es eigentlich geht? Sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in unserer aktuellen politischen Debatte – und natürlich eben auch in den Konzerthäusern unseres Landes? Es gibt da draußen inzwischen viele Menschen, die sich ungehört fühlen. Die sich nicht vertreten fühlen. Und die in der aktuellen Stimmung die Möglichkeit spüren, mit geringem Aufwand ein gigantisches mediales Echo loszutreten. Die Formel dafür ist einfach: Man suche einen unverfänglichen Ort (Konzerthaus), schreie eine provokante Parole (irgendetwas mit Nation) und lasse geschehen, was geschieht. Es dauert nicht lange, bis dieser Vokal-Terrorismus Blüten treibt – mehr als 15 Minuten Ruhm sind garantiert. Patrick Bahners hat Recht: Es liegt an uns, ob wir das zulassen. Und vielleicht müssen wir, die Verblüfften, den Gegenprotest erst wieder üben, müssen erkennen, dass jene Orte, an denen wir einfach nur bei uns sein wollen, abtauchen wollen, in denen es uns um die Musik geht, am Ende eben doch schützenswerte, öffentliche Räume sind, die auf Menschen angewiesen sind, die aufstehen und ebenfalls ihre Stimmen erheben. Und, ja, wir müssen vielleicht erst wieder lernen, dass Dinge, die vor wenigen Jahren noch heilig waren – etwa unsere Kultureinrichtungen – heute ganz selbstverständlich von Idioten und Populisten entweiht und entwürdigt werden können. Dass das Zuhören, auf das wir uns im Konzert geeinigt haben, nur unser Ansatz ist, während es immer mehr Menschen gibt, denen es selbst in einer Aufführung darum geht, dass man ihnen zuhört (vielleicht weil sie genau das in ihrem Alltag vermissen). Nehmen wir die Zwischenrufe in Köln und Schwarzenberg zu wichtig? Vielleicht wäre es besser, sie zu verschweigen, die Debatte darüber gar nicht erst zuzulassen, dem Feuer der Empörung den Sauerstoff der Öffentlichkeit zu nehmen. Das aber wäre fahrlässig und ein Verrat des Publikums an den Künstlern, die es doch verehrt. Wohl gemerkt, über Ian Bostridges Aussprache und Liedinterpretation kann, darf und sollte man sich natürlich trotzdem streiten. Es wäre aber ein Fehler, schlechtes Benehmen als Streitkultur zu legitimieren. P.S.: Ach so, und trotz dieser vielen Worte. Es waren lediglich zwei Idioten, die sich in den letzten Monaten in unseren Konzerthäusern danebenbenommen haben. Beruhigend, dass die unendlich große Mehrheit noch immer kommt, um zuzuhören. Axel Brüggemann



Maria Callas
(1923 – 1977)

Maria Callas (2. Dezember 1923 - 16. September 1977) war eine griechische Sopranistin. Sie gilt, trotz einer vergleichsweise kurzen Karriere, als die bedeutendste Opernsängerin italienischen Fachs des 20. Jahrhunderts.



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